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13. März 2026

Clemens Heitmann in Dinklage verstorben

Bild: Hans Heindl In: Pfarrbriefservice.deGroßansicht öffnen

Ehemaliger Schulpfarrer Clemens Heitmann in Dinklage verstorben.

Im Alter von 90 Jahren verstarb am Mittwoch, den 11. März 2026, der aus Dinklage stammende und sehr geschätzte Priester in seiner Heimatgemeinde St. Catharina.

Von 1966 bis 1997 prägte der Verstorbene das religiöse Leben am Albertus-Magnus-Gymnasium und ist bis heute vielen seiner etwa 3000 Schülerinnen und Schülern in guter Erinnerung. Mit vielen hat er bis in die letzten Tage hinein mittels “Telefonseelsorge” Kontakt gehalten und war für viele Ehemalige ein wichtiger Ratgeber. Nicht wenige hat er getraut oder deren Kinder getauft – denn Schule und Seelsorge waren für Clemens Heitmann immer die zwei Seiten einer Medaille.

Nach Tätigkeiten in Brake, Bakum und Harkebrügge wurde Clemens Heitmann im April 1966 Religionslehrer am hiesigen Gymnasium und später zum Schulpfarrer ernannt – der erste und letzte Schulpfarrer des Albertus-Magnus-Gymnasiums.

Mit großem Engagement übernahm er diese Aufgabe. Kreativ und innovativ unterrichtete er das Fach Katholische Religion, aber auch die wöchentliche Schulmesse für die Jahrgänge 7 und 8 und die regelmäßigen Messen für die ganze Schulgemeinschaft wurden immer liebevoll und sehr abwechslungsreich gestaltet. Die ersten Messdienerinnen im Dekanat versahen ihren Dienst bei Clemens Heitmann – allein dies belegt die Weitsicht des Verstorbenen.

Neben seiner Tätigkeit an der Schule feierte Pfarrer Heitmann täglich die Heilige Messe im St. Marienhospital und an Sonn- und Feiertagen übernahm er vielfach Vertretungsdienste im Dekanat Friesoythe und darüber hinaus. Auch die Gottesdienste an der Talsperre im Sommer hat er gefeiert und war ein gern gehörter Prediger. Zu seiner außerordentlichen Beliebtheit trug auch bei, dass die Gottesdienste aufgrund der Sprechgeschwindigkeit des Zelebranten eher zu den kürzeren in der Region gehörten. Brauchte man einen Prieser für einen Gottesdienst in plattdeutscher Sprache, ließ Heitmann sich gerne bitten – denn dies war seine eigentliche Muttersprache.

Ahnenforschung und Leben und Wirken von Clemens August Kardinal von Galen waren weitere Schwerpunkte der Tätigkeit des Priesters. Zahlreiche Publikationen belegen die außerordentliche Sachkenntnis des Dinklagers. Auch in den Heimatblättern fanden sich viele Artikel aus der Hand von Heitmann, der sich als Heimatforscher einen Namen gemacht hatte.

MIt 60 Jahren wagte Heitmann nochmals einen Neuanfang und kehrte 1997 in seine Heimat zurück und wurde Pfarrer in der Kirchengemeinde St. Maria Goretti. Mit Leidenschaft und großer Freude war er als Seelsorger mit dem Rad unterwegs und erwarb sich großes Ansehen. Innerhalb kürzester Zeit hatte er jede Familie, jedes Haus seiner Gemeinde besucht. Nach seiner Emeritierung zog er nach Dinklage. Dort konnte er noch das Diamantene Priesterjubiläum begehen und verstarb nun im Alter von 90 Jahren.

Möge er nun erfahren, was er verkündet und uns bezeugt hat durch sein Leben: dass Gott immer ins Leben ruft, in der Stunde der Geburt und in der Stunde des Todes. In diesem Glaube legte Heitmann sein Leben in die Hände des Schöpfers zurück.

Seine Beisetzung ist am Josefstag, dem 19. März 2026, um 14.30h in St. Catharina Dinklage.

Ein Gedenkamt in St. Marien Friesoythe feiern wir am 14. März um 17.00h.

Herzlich laden wir dazu ein.

(Verfasser Pastor Kurt Schulte)